Content-Recycling: Das Gold liegt im Archiv

Content-Recycling

Letzten Sommer, irgendwo an der Ostsee. Du hast die salzige Seeluft genossen und bist barfuß am Strand entlanggegangen. Plötzlich fiel dir ein rot leuchtendes Steinchen unter deinen Füßen auf – ein Bernstein! Wahrscheinlich hast du dich über den schönen Fund gefreut und ihn mit nach Hause genommen. Anfangs hast du das fossile Harz vielleicht das ein oder andere Mal in die Hand genommen und bestaunt, bevor es erst ins Regal und dann in den Keller gewandert ist. Vergessen für die nächsten Jahre. Schade.

Dabei ließe sich aus dem schönen Fund so viel mehr machen. Du könntest ihn z.B. aufarbeiten lassen und als Anhänger verschenken oder zusammen mit anderen Meeres-Funden kombinieren und das Bad damit verschönern. Der Fantasie sind kaum Grenzen gesetzt.

Genau so verhält es sich mit deinen tollen Inhalten, die du bereits erstellt hast. Wie oft schreiben wir einen Blog-Beitrag oder drehen ein Video und müssen dann zusehen, wie dieser Content virtuellen Staub ansetzt. Dabei steckt großes Potential in alten Inhalten, das es zu wecken gilt!

Genau dabei hilft dir der Prozess des Content-Recyclings, bei dem es um Folgendes geht:

Beim Content-Recycling geht es darum, das volle Potential bereits erstellten Contents zu wecken und mehr daraus zu machen.

In diesem Beitrag zeige ich dir, wie du alte Inhalte ganz im Sinne des Lean-Content-Marketings in neuem Licht erstrahlen lässt. Lies weiter, denn geschicktes Content-Recycling bietet dir viele Vorteile!

 

Warum sich Content-Recycling lohnt

Du sparst viel Zeit

Bestehende Inhalte mehrfach zu nutzen, spart dir viel Zeit. Überlege mal, wie lange du für deinen letzten Blog-Beitrag oder dein neuestes YouTube-Video gebraucht hast. Da kommen bestimmt ein paar Stunden zusammen. Wenn du diese Inhalte ein zweites Mal einsetzt – vielleicht mit einem gewissen Twist – dann benötigst du für den “neuen” Content sehr viel weniger Zeit.

Du erreichst mehr Menschen mit deiner Message

Deine Inhalte sind viel zu schade, um nur in der virtuellen Schublade zu liegen! Mit Content-Recycling verhilfst du ihnen zum zweiten Auftritt. Damit erhöhst du zudem die Chance, dass diejenigen, die deinen Content beim ersten Posten (z.B. auf Facebook oder Twitter) nicht gesehen haben, ihn nun doch noch wahrnehmen. Außerdem kann sich das positiv auf das Ranking deiner bestehenden Artikel auswirken.

Du verschaffst deinen besten Inhalten eine neue Bühne

Gute Inhalte wollen gelesen und konsumiert werden! Mit Content-Recycling machst du genau das: du präsentierst bereits im Archiv verschollene Content-Perlen in neuem Licht und erweckst sie damit zu neuem Leben.

Na, haben dich die Vorteile überzeugt?

Ja? Dann zeige ich dir jetzt, wie du Content-Recycling in die Praxis umsetzen kannst!

So erweckst du alte Inhalte zu neuem Leben

Es gibt viele verschiedene Wege, wie du aus bereits erstelltem Inhalt neue Content-Perlen zaubern kannst.

Lass mich dir einige meiner Favoriten zeigen:

Re-Shares mit neuem Twist

Dazu eignen sich besonders gut sogenannte “Evergreen-Posts”. Das sind Beiträge, die wirklich gut gelungen sind, voller Mehrwert stecken und für deine Zielgruppe immer interessant sind.

Je nachdem, in welchem Themengebiet du unterwegs bist, können das z.B. grundlegende Artikel über das Design-Programm Canva oder Google Analytics sein. Auch List-Posts eignen sich meist sehr gut.

Wenn du dich jetzt fragst, wie du deine besten Blog-Artikel findest, dann habe ich einen Tipp für dich:

Tipp: So findest du deine erfolgreichsten Blog-Artikel

Ein Blick auf Facebook bringt dir erste Erkenntnisse. Wenn du deine Blog-Artikel regelmäßig postest, dann schau dir in den Facebook Statistiken an, wie sie performt haben, also, wieviel Likes, Shares, Impressionen und Co. sie bekommen haben.

 

 

Du kannst die Zugriffe auch bequem über WordPress messen. Dazu stehen dir verschiedene Analyse-Plugins zur Verfügung. Ich nutze WP-Statistics gerne, da es schlank ist und dennoch die wichtigsten Kennzahlen ausgibt.

Wer noch mehr Informationen, z.B. über die Customer-Journey (welche Schritte Besucher auf der Webseite machen) haben möchte, für den bietet sich natürlich Google Analytics an.

So verpasst du Blog-Posts einen neuen Dreh

Ich würde dem Content einen neuen Dreh verpassen und ihn dann z.B. als Post bei Facebook oder Twitter neu veröffentlichen. Du könntest z.B. den Text leicht abändern als beim ersten Posting. Oder ein neues Bild hinzufügen. So gibst du dem Ganzen einen interessanten neuen Twist und langweilst die Leser nicht, die den ersten Post zum Artikel schon gesehen haben.

Ein schönes Beispiel für einen solchen Re-Share findest du bei Marike Frick (später noch mehr zu ihr):

Content-Recycling

 

Und hier noch der erste Post, den Marike zuvor im Februar auf Facebook geteilt hatte:

 

Wie du siehst, hat sie beim zweiten Post geschickt das Beitragsbild des Blogs eingesetzt, und den Text verändert. Damit hat sie den nach wie vor sehr wertvollen Content erneut in Szene gesetzt und auch die, die den ersten Facebook-Post schon gesehen haben, bekommen Lust, erneut auf den Link zu klicken.

Content-Recycling done wright!

Kommen wir zu einem weiteren Beispiel:

E-Book

Deine wertvollsten Artikel kannst du z.B auch in ein tolles E-Book umwandeln. Wenn es sich um echten Evergreen-Content handelt, dann ist das eine perfekte Möglichkeit, dein Wissen in neuer Form zu präsentieren. Das E-Book kannst du dann z.B. dafür nutzen, um deine E-Mail-Liste als Freebie zu füllen. Dazu später noch mehr.

Sehr praktisch, oder?

Mein Tipp: Wenn du einen bestehenden Blog-Beitrag als Freebie umfunktionierst, dann lohnt es sich, etwas Zeit zu investieren und weitergehende Informationen einzufügen. Du könntest z.B. noch mehr anschauliche Beispiele oder Übungen hinzufügen, die den Lesern weiteren Mehrwert bieten. Oder du fügst ein weiteres hilfreiches Kapitel oder eine Checkliste hinzu, die für schnellen Überblick sorgen.

Quotes mit Mehrwert

Eines meiner Favourits, wenn es ans “Recyceln” bestehender Inhalte geht. Ich liebe es, knackige Info-Happen mit einem passenden Bild zu kombinieren. Dafür habe ich das Format der sogenannten “Quotes” für mich entdeckt.

Um wichtige Tipps aus meinen Blog-Beiträgen hervorzuheben, setze ich es relativ häufig ein. Dafür picke ich mir einen prägnanten Satz aus einem meiner Blog-Artikel heraus und kombiniere ihn mit einem passenden Bild.

Hier siehst du ein Beispiel:

Content-Recycling

Mein Tipp: Lege dir dafür eine Vorlage bei Canva an, in die du dann das jeweilige Bild und Text einfügst. So sparst du dir viel Zeit und sorgst dennoch für hochwertigen Inhalt voller Mehrwert.

 

Basis für einen Online-Kurs

Wenn man das Ganze noch weiter treiben möchte, dann kann man aus bestehenden Blog-Artikeln sogar die Basis eines ganzen Online-Kurses machen. Natürlich stößt man hier irgendwann an Grenzen – alleine was das Didaktische eines Kurse angeht. Dennoch sind die Informationen aus den Blog-Posts oft eine wertvolle Basis, die deinem Kurs Struktur gibt und ihn inhaltlich füllt.

Du könntest z.B. Checklisten daraus ableiten und sie den Kursteilnehmern kostenlos zur Verfügung stellen. Damit rundest du dein Angebot ab und bietest zusätzlichen Mehrwert. Außerdem wird dir ein solcher Bonus sicher dabei helfen, deine Online-Kurse leichter zu verkaufen.

Slideshare

Hast du schon Vorträge gehalten, für die du eine Präsentation erstellt hast? Dann wäre es doch schade, wenn die virtuellen Staub ansetzt und sie niemand mehr sieht!

Damit das nicht passiert, könntest du die Präsentation z.B. bei Slideshare hochladen und so noch mehr Menschen mit deinen Inhalten erreichen.

Infografik

Eine Infografik ist eine tolle Möglichkeit, komplexe Zusammenhänge mit vielen Daten auf den Punkt zu bringen. Wenn du z.B. in einem deiner Blog-Beiträge verschiedene Studien zum Einfluss des Einsatzes von Bildern auf die Öffnungsrate von E-Mails zusammengetragen hast, dann könntest du diese Daten in einer Infografik aufbereiten und deinen Follower bei Facebook, Twitter, Instagram und Co zeigen.

Präsentation

Es steht eine Präsentation oder ein Vortrag an und du hast wenig Zeit, dir ein Thema zu überlegen, bzw. die Folien dafür zu erstellen? Dann schau mal in deinen Blog – bestimmt verbirgt sich dort das eine oder andere Juwel, das sich dafür wunderbar eignet.

Podcast

Hast du in letzter Zeit ein Interview mit einem Kollegen geführt? Super, dann könntest du die Audio-Spur in einen Podcast umwandeln.

Das selbe könntest du auch mit einem Blog-Beitrag machen. Wenn du ihn einsprichst, dann wird daraus ebenfalls schnell eine neue Podcast-Folge, die sich deine Fans ganz bequem beim Bügeln, Fahrradfahren etc. anhören können.

Gastartikel

Mit Gastartikeln kannst du deine Reichweite vergrößern und andere Leserschaften auf dich aufmerksam machen. Doch mehrere Stunden in einen neuen Artikel investieren – das will gut überlegt sein…

Mit geschicktem Content-Recycling machst du es dir einfacher. Du könntest z.B. einen bestehenden Blog-Artikel überarbeiten und ihn dann einem anderen Blogger anbieten. Achte dabei am besten darauf, dass der “neue” Artikel einige unveröffentlicht Standpunkte enthält und sich ausreichend vom “Basis-Artikel” abhebt, um keinen Duplicate Content zu produzieren.

Pressemitteilung

In einem Blog-Artikel oder einer Podcast-Folge hast du eine interessante Case-Study vorgestellt, die innovativ ist und viele andere inspirieren könnte? Oder du hast über deinen Werdegang berichtet, der spannend ist und für andere ein Vorbild sein könnte?

Super, das ist der Stoff, den Journalisten lesen wollen! Ordentlich in einer frischen Pressemitteilung verpackt, könntest du deine Geschichte vielleicht bald in einer Print-Zeitung (ja, die schon schön rascheln, wenn man sie umblättert 😉 ) wiederfinden.

Wo wir schon beim Thema PR sind, da darf Marine Frick in meinen Augen nicht fehlen. Die äußerst patente und gleichermaßen sympathische Journalistin hat nämlich ein weiteres Format eingesetzt, das sich hervorragend mit bestehenden Inhalten bestücken lässt: eine Challenge!

Training & Challenge!

Auch eine Challenge bietet sich optimal dafür an, bestehende Inhalte einzusetzen. Eine Idee: Verbinde dazu einfach deine besten Tipps aus einem oder mehreren Artikeln und mache daraus eine Challenge. Du könntest die Inhalte und Tipps z.B. auf zehn E-Mails verteilen und per Autoresponder deinen neuen Newsletter-Abonnenten automatisiert zukommen lassen.

Ein ähnliches Konzept hat sich Marike Frick von wasjournalistenwollen.de ausgedacht: Bei ihr können Interessierte in einem Training lernen, auf was es bei erfolgreicher PR ankommt. In zehn E-Mails bekommen die Abonnenten nun jeden Tag eine neue E-Mail mit wertvollen Tipps von Marike.

*Ich kann zwar nicht sagen, ob und wieviel ihrer bestehenden Inhalte Marike in das Training hat einfließen lassen – ich nehme jedoch mal an, dass sie das eine oder andere (völlig zurecht) eingebunden hat 😉

Hier findest du Marikes Training:

Content-Recycling

 

FAQ

Gehe mal durch deine bestehenden Blog-Artikel und fische die Antworten auf Fragen heraus, die dir deine Leser am häufigsten stellen. Diese Antworten könntest du sammeln und in einem extra FAQ (frequently asked questions) sammeln.

Schon hast du neuen Content erstellt, der für deine Leser bestimmt sehr wertvoll ist und dir zudem noch Zeit spart, da du nicht immer die selben Fragen beantworten musst, sondern einfach auf den Link zum Artikel verweisen kannst.

E-Mails & Newsletter

Deine Newsletter-Abonnenten haben sich vor allem aus einem Grund bei dir eingetragen: Sie vertrauen dir und erhoffen sich weitere Tipps, die sie weiterbringen. Deswegen solltest du deine E-Mails immer mit ordentlich Mehrwert aufladen.

Und wer sagt denn, dass das immer nur dein neuester Content sein muss? Nehmen wir ein Beispiel: Ein Interessent hat ein Freebie heruntergeladen. Jetzt könntest du ihm oder ihr in einer sogenannten Follow-up E-Mail den Link zu einem tollen Blog-Post senden, der thematisch gut passt. Oder du verweist auf ein Video oder einen Online-Kurs, der natürlich auch wieder vom Thema her anschließt.

Schon hast du deinen Abonnenten nicht nur neugierig gemacht, du hast ihm auch gleich neuen Mehrwert präsentiert!

Checkliste

Bestimmt hast du den einen oder anderen wirklich langen Post in deinem Blog. Wenn darin jetzt noch viele Fakten genannt hast, dann könntest du daraus eine Checkliste machen. Die ist praktisch, bringt die besten Tipps und Fakten auf den Punkt und bedeutet tollen Mehrwert für deine Leser.

Außerdem eignet sich eine Checkliste (wenn sie zu deinem Kernthema passt) hervorragend als Freebie, mit dem du deine E-Mail-Liste erweitern kannst. Probier es einfach mal aus!

Videos

Videos sind immer noch eines der erfolgreichsten visuellen Content-Formate. Warum also nicht das Thema deiner erfolgreichen Blog-Posts in ein Video verwandeln? Wenn du deinen Blog-Beitrag bereits gut strukturiert hast, dann wird dir das sicher recht schnell gelingen. Du könntest z.B. einfach ein kostenloses Tool wie Quick-Time (Mac) verwenden und eine Bildschirmaufnahme machen.

 

Wow, Content-Recycling hat es in sich, oder?

Wie sind deine Erfahrungen damit? Nutzt du die Technik bereits oder bist du schon Profi darin und hast noch weitere Tipps, die im Artikel fehlen? Dann freue ich mich über deinen Kommentar!

 

Rock on!

Uli

 

 

Psst: Hast du Lust auf eine perfekte Facebook-Seite? Dann habe ich da was für dich:

Content-Recycling

 

 

Uli

Hi!
Freut mich, dass du da bist!
Ich bringe Klarheit in deine Content-Marketing-Strategie und helfe dir, deine Business-Ziele mit den richtigen Inhalten schneller zu erreichen. Du wirst sehen, das ist absolut keine Rocket Science und kann richtig Spaß machen.

Let´s rock!

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