So schreibst du einen großartigen List-Post (mit Fallbeispiel)

Was magst du lieber:

Eine schnell heiß gemachte Tütensuppe mit verschrumpelten Pilz-Attrappen, oder einen mit Liebe zubereiteten Eintopf, der vier Stunden lang unter behutsamem Rühren vor sich hin köcheln konnte?

Ich will dir nicht vorgreifen, aber ich denke, du tendierst zu letzterem 😉

Warum dieser Vergleich? Ganz einfach, ein guter List-Post ist wie ein gutes Essen. Es braucht nicht nur gute Zutaten, auch die Zubereitung muss stimmen.

Bevor du jetzt Hunger bekommst und in die Küche abwanderst, lass mich dir noch schnell zeigen, wie du einen richtig guten List-Post hinbekommst!

Damit das Ganze für dich möglichst anschaulich wird, zeige ich dir an einigen Beispielen, wie ich meinen List-Post “9+ exzellente Content-Marketing Blogs, die du auf dem Schirm haben solltest” umgesetzt habe.

*Im Beispiel spreche ich deswegen von “Experten” und/oder “Blogs” und richte meine Tipps auch auf diese Art Beitrag aus. List-Posts können natürlich auch aus Ressourcen, Tipps und vielem mehr bestehen.

Schauen wir uns zunächst an, welche Vorteile ein guter List-Post (für alle Seiten) hat:

Die wichtigsten Vorteile eines List-Posts

 

  • Du knüpfst spannende neue Kontakte
  • Du lieferst deinen Lesern wertvollen Mehrwert und Input
  • Die Experten bekommen eine Bühne
  • Wenn du es richtig machst, winkt dir eine große Reichweite & Traffic
  • Du wirst sichtbarer für dein Thema und erreichst mehr Menschen

 

Dazu kommt noch, dass List-Post überdurchschnittlich oft geteilt werden (Quelle). Sie werden sogar viel häufiger verbreitet als Videos!

Du siehst also, es gibt jede Menge gute Gründe, es auch mal mit einem List-Post zu versuchen. Damit dir dieser auf Anhieb gelingt, möchte ich dir jetzt meine Tipps mit auf den Weg geben!

Fangen wir mit einem “Mythos” an, der Länge des List-Posts:

1: Auf die Länge kommt es nicht (immer) an

Klar, wenn jemand 100 Blogs in seinem List-Post vereinigt, dann ist das natürlich imposant. Darauf kommt es aber nicht wirklich an.

Worauf es bei einem List-Post wirklich ankommt, ist nicht die Zahl, sondern Qualität.

Nicht höher, schneller, weiter ist die Devise, sondern eine ausgewählte und hochwertige Liste, die deinen Lesern möglichst viel Mehrwert bietet. Nichts ist schlimmer, als ein künstlich aufgeblähter und thematisch aufgeweichter List-Post, dem schon lange die Luft ausgegangen ist.

Damit verwässerst du nicht nur deinen Artikel sondern verwirrst deine Leser. Suche dir deswegen die Experten gut aus und vermeide “Füllmaterial”. Dazu musst du ordentlich recherchieren, was uns direkt zum nächsten Punkt bringt:

2: Recherchiere gründlich

Bevor du die Texte und Beschreibungen zu deinen Experten oder Blogs schreibst, solltest du ordentlich recherchieren. Im besten Falle kennst du sie natürlich schon vor der Recherche zu deinem List-Post. Wenn nicht, dann schau dir die Blogs vor dem Schreiben genau an. Lese einige Blog-Artikel, hinterlasse Kommentare. Sieh deren Social-Media-Kanäle durch und sammle so viel Hintergrundinformationen wie möglich.

Denn nur, wenn du weißt, wofür die Experten stehen, welche Themen ihnen am Herzen liegen und wie sie ticken, kannst du sie so beschreiben, dass sie sich auch wiederfinden.

Jetzt kannst du dieses Wissen in deine eigenen Worten ausdrücken und deinem Artikel damit einen persönlichen Touch verpassen:

3: Werde persönlich

Niemand möchte auf eine schlichte Zahl reduziert werden. Es geht immer um mehr, um den Menschen dahinter, seine Ansichten und vieles weitere. Das sollte sich zumindest im Ansatz und deinem Post widerspiegeln.

Eine schlichte Aufzählung der Experten hätte es in meinem Fall vielleicht auch schon getan. Allerdings hätte ich das viel langweiliger gefunden und wäre den Blogs dann viel weniger gerecht geworden!

Neugierde und echtes Interesse sind die Schlüssel

Mich interessieren die Menschen dahinter. Der List-Post war für mich eine tolle Gelegenheit, mehr über sie zu erfahren und kurz “Hallo” zu sagen. In meinen Augen solltest du einen solchen List-Post nur schreiben, wenn du dich auch für den Menschen hinter dem Blog interessierst. Denn sonst kann der Artikel schnell beliebig und unpersönlich wirken.

In meinem Fall war das einfach, denn ich bin von Natur aus neugierig. Spannende Menschen ziehen mich einfach magisch an. Deshalb fiel es mir besonders leicht, den persönlichen Zugang zu wählen.

Und einige der erwähnten Content-Marketing-Experten haben mir dafür ein schönes Feedback gegeben:

 

 

 

4: Sorge für eine win-win Situation

Von deinen List-Post sollten alle Seiten profitieren. Mit allen Seiten meine ich die genannten Blogs und Experten, deine Leser und Leserinnen sowie dich als Autor.

Einige der wichtigsten Vorteile für dich (Stichwort Reichweite und Netzwerk) habe ich oben schon genannt. Lass mich deshalb gleich zu den Vorteilen für deine Leser und Leserinnen kommen. Ihnen solltest du möglichst viel Mehrwert mit deinem Artikel bieten.

Hier ein paar Tipps, wie du das schaffst: 

Beschreibe genau

Am besten, du zeigt genau auf, was deine Lesern bei den jeweiligen Blogs finden und welche Perspektive die Experten einnehmen. Dazu kannst du z.B. einige ihrer Haupt-Themen auflisten. Damit machst du es deinen Lesern leichter zu entscheiden, ob sie den Blog besuchen möchten oder nicht. 

Liefere weiterführende Links

Wenn es einen Artikel gibt, der besonders prägnant für den jeweiligen Blog ist oder der die Vorstellung unterstreicht, dann kannst du ihn direkt in der Beschreibung verlinken. So bietest du deinen Lesern extra Mehrwert an.

Tue auch den genannten Experten etwas Gutes:

Mach deinen Blog zur Bühne

Mach deinen Artikel zur Bühne für die genannten Blogs und Experten. Das schaffst du schon alleine durch die Nennung – und du kannst noch mehr tun:

Wenn du dir die Zeit nimmst, ordentlich zu recherchieren und die Experten in einem interessanten Licht präsentierst, dann haben alle etwas davon. Stelle die Blogs so vor, dass deine Leser auch Lust bekommen, ihnen einen Besuch abzustatten!

 

 

5: Mach die Liste lebendig

Beim Recherchieren solltest du außerdem darauf achten, dass du keine “Kartei-Leichen” in deine Liste aufnimmst. In meinem Fall habe ich z.B. darauf geachtet, dass die erwähnten Blogs auch wirklich “leben” oder es zumindest so gute Artikel in der Sammlung gibt, die echter “Evergreen-Content” sind.

Halte die Liste aktuell

Auch wenn du den Post schon geschrieben, veröffentlicht und promoted hast, hört die Arbeit nicht auf. Schaue am besten immer wieder mal in den Artikel rein und überprüfe, ob die Blogs (v.a. die URLs) noch aktuell sind.

Gibt es einen neuen Blog etc, der unbedingt in deine Liste gehört? Super, dann ergänze sie!

Das geht besonders gut, wenn du dir schon beim Planen des Artikels Optionen offen hältst:

6: Lass dir Optionen offen

In meinem Fall habe ich es so gelöst, das ich den Titel so gewählt habe: “9+ exzellente Content-Marketing-Blogs, die du auf dem Schirm haben solltest!

Das kleine “+” nach der “9” gibt mir so die Möglichkeit den Post immer aktuell zu halten und Stück für Stück zu erweitern. Das ist insofern sehr hilfreich, da es ja ständig neue spannende Blogs, Experten, Tipps und Co. geben kann, die du deinen Lesern präsentieren kannst.

Außerdem hast du dadurch die Möglichkeit, jeden Neuzugang in einem Social-Media-Post anzukündigen. Das bringt dir ein interessantes neues Post-Format und liefert deinen Lesern noch mehr Mehrwert.

7: Sorge für ein einheitliches Layout 

Um das Ganze auch visuell runder zu machen, habe ich mich für eine einheitliche Grafik mit Namen des Experten sowie einer durchgehenden Nummerierung zu entscheiden. Dadurch bekommt der Artikel eine klare Struktur und Leser finden sich besser zurecht.

Zusätzlich helfen immer wiederkehrende Elemente wie z.B. Bullet-Points, das Ganze noch einheitlicher zu gestalten. Achte zudem darauf, die Absätze in etwa gleich groß zu halten und den Blogs, Experten und Co. jeweils den gleichen Raum einzuräumen. 

8: Nummeriere die einzelnen Punkte

Mit einer übersichtlichen Nummerierung sorgst du zusätzlich zum einheitlichen Layout dafür, dass sich deine Leser und Leserinnen immer schnell zurechtfinden. Vor allem bei längeren Posts, werden deine Leser es dir danken. 

Außerdem machst du es den erwähnten Experten oder Blogs einfacher, wenn du ihnen gleich sagen kannst, unter welcher Nummer sie gelistet wurden.

Das bringt uns zum nächsten Punkt, nämlich der Promotion deines List-Posts:

9. Schreib die Experten direkt an

Dein Artikel ist fertig geschrieben und veröffentlicht. Jetzt wird es spannend!

Schreib den genannten Experten am besten gleich nach Veröffentlichung des Artikel eine Mail. Diese kannst du ruhig kurz halten. Im Intro kannst du darlegen, warum du ihren Blog eingebunden hast und was du an ihrer Sicht der Dinge gut findest. Das gibt deiner Mail einen persönlichen Touch und die Experten merken, dass du dich wirklich für sie und ihre Arbeit interessierst.

Andernfalls landen deine Mails schnell im Papierkorb. Denn unpersönliche Massenmails kommen generell nicht gut an.

Im Zuge deiner E-Mails kannst du gleich einen weitere “Trick” anwenden, mit dem du das Experten-Wissen direkt anzapfst:

10: Bitte um Vorschläge zur Erweiterung der Liste

Bitte in deiner E-Mail um Tipps für weitere Blogs, die in deiner Liste noch fehlen. Damit zeigst du, dass du die Meinung der Experten Wert legst und bekommst so wahrscheinlich den einen oder anderen wertvollen Tipps, den du einfügen kannst. 

11: Finde ein aussichtsreiches Keyword

Eigentlich steht dieser Schritt am Anfang. Allerdings wollte ich nicht so technisch einsteigen, sondern zunächst die “weichen” Faktoren ansprechen, da sie für mich bei aller Strategie das Fundament eines gelungenen List-Posts darstellen.

Dennoch ist die Wahl des Keywords in Sachen SEO wichtig. Wenn du es strategisch angehst, dann steigen deine Chancen beträchtlich, dass künftige Leser deinen Artikel schneller und besser finden können.

In meinem Fall habe ich mich für “Content-Marketing-Blogs” als Keyword entschieden, da die Nachfrage ausreichend hoch ist. Der Begriff wird ca. 1.000 Mal pro Monat gesucht, wie du dem Screenshot unten von KWFinder entnehmen kannst.

 

Die Keyword-Recherche steht am Anfang

Natürlich gibt es zahlreich andere Tools, mit denen du Keywords finden und überprüfen kannst. Für die Keyword-Recherche eignet sich z.B. der Keyword-PlannerÜbersuggest und viele weitere Tools.

Wenn du dein Keywords gefunden hast, dann gilt es, dieses optimal in deinen Artikel einzubinden und ihn mittels OnPage-Optimierung sichtbarer zu machen. Wie das geht, habe ich dir auf meinem Blog bereits beschrieben – folge einfach dem letzten Link.

Strategie und Planung sind wichtig

Wo wir schon bei Planung und Strategie sind: Die Besucherströme, die sich auf deinen Beitrag ergießen werden, kannst du natürlich nutzen, um z.B. eines deiner Freebies zu promoten. 

Am besten überlegst du dir im voraus, welches Element, du prominent auf der Artikel-Seite zeigen möchtest. Ich hab mich dafür entschieden, zu testen. Anfangs hatte ich eine sehr schlichte Anmelde-Box für meinen Newsletter. Die hat scheinbar niemanden interessiert 😉

Dann habe ich ein frisch erstelltes Freebie (ja, die Erscheinung habe ich auf den List-Post abgestimmt) unten in einer Op-In-Box integriert und siehe da – die ersten Anmeldungen kamen recht schnell rein. Da sieht man mal wieder, wie die richtigen Anreize wirken… Oder meine Artikel sind nicht interessant genug – schreib mir gern ein Feedback unten in die Kommentare.

Was auch immer du promoten möchtest, mach es am besten nicht zu aggressiv und schon gar nicht aufdringlich. Das wird die Leser sonst u.U. abschrecken und deine Bouncen-Rate in die Höhe treiben. Außerdem hinterlässt es einen faden Beigeschmack, wie ich finde.

 

Wunderbar, jetzt weißt du, wie du selbst einen richtig guten List-Post schreiben kannst!

Damit du noch mehr Tipps für dich mitnehmen kannst, zeige ich dir, wie mein Artikel gelaufen ist:

 

Fallbeispiel: So lief mein List-Post

Insgesamt bin ich echt überwältigt von dem Feedback! Deshalb an dieser Stelle noch mal meinen herzlichsten DANK an alle, die mir Rückmeldung gegeben, den Post geteilt und weitergetragen haben!

Wahnsinn, von wo aus auf dieser Welt auf meinen Artikel zugegriffen wurde (Deutschland, Österreich, Schweiz, USA, Afrika, Russland…) 🙂

Die Zahl der Aufrufe und Shares

Insgesamt hab ich bereits in der ersten Woche mehr als 500 Klicks auf den Artikel bekommen. Da mein Blog noch relativ neu ist, ist das schon eine stattliche Zahl, wie ich finde.

Dementsprechend viel war auf meinem Anaytics-Account los. Teilweise waren gleich mehrere Leser auf der Seite online:

 

Auch bei Facebook hat der Artikel die Runde gemacht. Insgesamt (Stadt 12. April 2017) habe ich eine Reichweite von fast 2.500 Views bekommen. Der Artikel wurde immerhin 8 Mal geteilt!

Dementsprechend ging die Reichweiten-Kurve in den Facebook-Statistiken nach oben:

Das Ranking meines Artikels

Bereits zwei Tage nach der Veröffentlichung machte sich der SEO-Boost durch die Shares, Kommentare etc. bemerkbar. Um das Ranking meiner Seiten zu überprüfen, nutze ich gerne Moritz schlankes Tool. Und siehe da, mein List-Post rankte sehr schnell unter den ersten 50 Ergebnissen:

Ich bin gespannt, wie sich das mit der Zeit entwickeln wird. 

 

Hey, wir sind am Ende angelangt!

Ich hoffe, du hast viel für dich mitnehmen können und freu mich schon auf deinen List-Post! Schreib mir gern den Link 🙂

 

Bis bald, rock on!

Uli

 

 

 

 

Uli

Hi!
Freut mich, dass du da bist!
Ich bringe Klarheit in deine Content-Marketing-Strategie und helfe dir, deine Business-Ziele mit den richtigen Inhalten schneller zu erreichen. Du wirst sehen, das ist absolut keine Rocket Science und kann richtig Spaß machen.

Let´s rock!

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