Lean Content-Marketing – Großes erreichen mit wenig Budget!

Lean Content-Marketing

Solopreneure oder kleine Teams stehen oft vor dem gleichen Problem: Es fehlt an Zeit und Budget, um große Marketing-Kampagnen, digitale Produkte oder Online-Kurse vorab zu testen und abzuklären, ob genug Nachfrage besteht. Die Lösung ist Lean Content-Marketing. In diesem Beitrag zeige ich dir, wie du auf schlanke Weise schnell die richtigen Inhalte findest, ohne viel Zeit und Geld in Projekte zu stecken, die möglicherweise gar nicht funktionieren!

Schauen wir uns zunächst zusammen an, was Lean Content-Marketing eigentlich bedeutet.

Was ist Lean Content-Marketing?

Lean Content-Marketing basiert auf der Lean-Methode, die Eric Ries eigentlich für Startups entwickelt hat. Nach dem „Build – Measure – Learn“ Kreislauf lassen sich damit Produkte, Kampagnen und Geschäftsmodelle relativ schnell und effektiv auf ihre Tauglichkeit hin überprüfen.

Wie funktioniert die Lean-Methode?

Vereinfacht ausgedrückt geht es darum, eben diese Produkte und Geschäftsmodelle in kurzen Zyklen – man könnte auch Sprints dazu sagen – in schlanker Form zu entwickeln, zu testen und anhand des (frühen) Feedbacks entweder zu verbessern oder eben wieder zu verwerfen. Ziel dabei ist, möglichst früh und ressourcen-schonend neue Ideen und Konzepte am Markt zu testen und zu etablieren.

Dieser Ansatz eignet sich besonders für Startups, kleine Teams und Solopreneure, da diese oft wenig Budget und Zeit investieren können, um ihre Ideen auszutesten.

Lean Content-Marketing

Was hat das mit Content-Marketing zu tun?

Das Prinzip lässt sich auch auf den Bereich des Content-Marketing übertragen:

Nehmen wir mal ein beliebiges Content-Format (z.B. eine Infografik) oder ein Produkt. Dieses wird zunächst in einer Grundform erstellt oder kuratiert und anschließend getestet und ausgewertet. Das kann z.B. per Facebook- oder Twitter-Post passieren.

Kommt das Format an (simple KPI´s wären z.B. die Zahl der Shares oder Likes), dann wird die Essenz des Formates übernommen und in weiteren ähnlichen Content-Formaten eingesetzt und weiterentwickelt.

Was habe ich als Solopreneur davon?

Diese Methode spart dir viel Zeit und Geld. Kleinere Content-Formate wie auch größere Kampagnen und Produkte musst du nicht mehr in mühevoller und zeitraubender Detail-Arbeit planen und umsetzen, sondern kannst schneller starten, früher Ergebnisse auswerten und insgesamt zielgenauere und effektivere Inhalte erstellen.

Dabei muss der Content nicht perfekt sein, wenn du ihn online bringst. Starte unperfekt und verbessere dann Schritt für Schritt nach den Prinzipien der Lean-Methode. Ziel dabei ist, den für deine Zielgruppe passenden Inhalt schnell und ohne großen Aufwand zu produzieren und damit die gesetzten Ziele (Engagement, Likes, Share etc.) zu erreichen.

Schauen wir uns zum besseren Verständnis den Lean-Prozess anhand der folgenden Grafik genauer an. Links siehst du den Lean Startup Cycle wie oben bereits beschrieben und rechts dann die Überführung auf dein Content-Marketing, wie ich sie eben hergeleitet habe.

Lean Content-Marketing

Quelle

Genug der Theorie, lass uns jetzt zusammen Lean Content-Marketing betreiben!

So wird deine Content-Marketing-Strategie schlank und effizient

Content und Produkte auf schlanke und smarte Weise zu erstellen, ist keine Rocket-Science. Schauen wir uns zusammen an, wie du das leicht umsetzen kannst:

1. Dein Content muss zur Zielgruppe passen

Deine Zielgruppe solltest du möglichst genau kennen und verstehen. Wo sind die größten Pain-Points, die du lösen kannst? Auf welche Inhalte reagieren sie am meisten, was kommt an und was eher nicht?

Möglichkeiten, das herauszubekommen, gibt es viele. Auf jeden Fall solltest du immer ein offenes Ohr für deine Zielgruppe haben und z.B. cleveres Conversation Marketing betreiben. So erfährst du mehr darüber, was deine Zielgruppe wirklich interessiert und kannst die Erkenntnisse wiederum in deinen neuen Content einfließen lassen.

Falls du noch weiter ins Thema einsteigen und z.B. Kunden-Avatare erstellen möchtest, dann schau dir mal diesen Artikel an.

2. Klein starten (groß denken)

Klein anfangen ist völlig ok

Du musst nicht gleich zu Beginn zu viel Zeit in ein besonders professionelles Layout oder aufwändige Content-Formate investieren. Der gute alte Text und einige Bilder oder Videos sind für den Start völlig ausreichend.

Sobald du die ersten Inhalte veröffentlicht und getestet hast, kannst du auf diesen Ergebnissen aufbauend. Wenn du z.B. einen umfangreichen Blog-Post zu einem bestimmten Thema erstellen möchtest, dann bietet es sich an, erstmal mit einem entsprechenden Facebook-Post zu starten und zu schauen, wie er ankommt. Funktioniert das Thema, dann machst du daraus einen Blogartikel von 400 bis 500 Wörtern. Kommt auch der gut an, dann kannst du daraus z.B. ein Whitepaper erstellen. Dazu später mehr.

Start small gilt auch für deine Content-Strategie. Außerdem solltest du:

3. Flexibel bleiben

Auch an deiner Content-Marketing-Strategie musst du nicht Wochen tüfteln, bevor du sie in die Tat umsetzst, denn sie kann sich im Laufe der Zeit immer wieder mal ändern. Denn genau darum geht es ja gerade beim Lean Content-Marketing – du testest verschiedene Ansätze, passt sie an oder verwirfst sie wieder. Das gilt ebenso für deinen Content wie auch für deine Content-Strategie.

Bleib am besten immer flexibel und offen für Neues bleiben und sei bereit, deine Strategie immer wieder so verändern, dass du deine Zielgruppe und deine gesetzen KPIs möglichst optimal erreichst.

Jetzt weißt jetzt, was Lean Content Marketing bedeutet und hast eine genauere Vorstellung davon, welches Mindset dem Ganzen zu Grunde liegt.

Zünden wir jetzt die nächste Stufe und erstellen die ersten Inhalte nach dem „Build – Measure -Learn“ Prinzip!

4. So findest du die richtigen Formate für dein Lean Content-Marketing

Schauen wir uns zunächst mal eine Auswahl der Formate an, die dafür in Frage kommen:

Whitepaper

  • Schau mal die Performance deiner bisherigen Blog-Artikel durch. Bestimmt findest du darunter mindestens einen, der besonders gut angekommen ist. Diesen kannst du jetzt z.B. zum E-Book oder umfangreicheren Whitepaper weiterverarbeiten! Dazu gibt es viele ziemlich einfache Möglichkeiten. Du könntest z.B. den Text in Word kopieren, Bilder und Infografiken einfügen und das Ganze dann als PDF exportieren. Um den Prozess noch schneller zu machen, kannst du dafür Vorlagen nutzen, mit denen du schnell ein professionelles Layout zauberst.
  • Professionelle Programme wie InDesign lassen dir natürlich mehr Spielraum. Für den Anfang recht jedoch die oben beschriebene Methode allemal aus.

Blog-Post

  • 1000 Wörter oder mehr müssen es nicht immer sein. Fokussiere dich auf ein Thema, dann kannst du deinen Standpunkt auch mit weniger Worten deutlich machen.
  • Schon mal eine Cornerstone-Seite erstellt? In schlanker Form ist sowas schnell erstellt und macht sich auch SEO-technisch bezahlt. Es geht auch schlanker als das Beispiel, das ich dir verlinkt habe. Die Jungs vom Affenblog machens vor.

Infografiken

  • Mit speziellen Tools wie z.B. easelly lassen sich schnell ansprechende Infografiken erstellen. Auch bei Word oder Powerpoint gibt es jede Menge Vorlagen, die du nutzen kannst.

Newsletter

  • Der Newsletter ist immer noch einer der wirkungsvollsten Wege, um Kontakt mit deiner Zielgruppe aufzunehmen und Marketing zu betreiben. Mit Software wie MailChimp lassen sich schnell (und in der Basis-Version sogar kostenlos) ansprechende Newsletter erstellen.

5. Werde zum Content-Recycler

Ich kann dich erleichtern: Das Rad musst du nicht immer neu erfinden. Sei smart und verwende bereits erstelle und „erfolgreiche“ Inhalte wieder. So sparst du dir jede Menge Zeit und knüpfst an funktionierende Formate an.

So gehts du dabei vor:

Nehmen wir an, du hast ein Erklärvideo mit verschiedenen Slides erstellt. Diese kannst du jetzt einfach exportieren und für eine Slideshow bei Slideshare nutzen. Und schon hast du ein völlig neues Content-Format erstellt und einen weiteren Kanal bedient!

Gehe mal deine Blog-Beiträge durch. Bestimmt findest du einen interessanten Aspekt, den du per Social-Media-Post hervorheben kannst. So gibst du älterem Content einen neuen Drive!

Die Möglichkeiten sind schier endlos, du musst nur ein wenig kreativ sein!

Schau dich auch mal um, was die Kollegen in deinem Bereich mit ähnlicher Zielgruppe so veröffentlichen. Welche Themen lancieren sie und wie kommen diese an? Daraus kannst du wertvolle Rückschlüsse ziehen und findest neue Inspiration für deinen eigenen Content.

6. Werde zum Content-Kurator

Grob vereinfacht gesagt ist Content Curation – also das Teilen und Aufbereiten von bereits publizierten Inhalten – spielt ebenfalls eine wichtige Rolle im Lean Content-Marketing. Dadurch erhältst du schnell neue Inhalte und kannst auch hier wieder deren Performance testen und daraus Rückschlüsse ziehen.

So wirst du zum Content-Kurator:

Hab einfach ein waches Augen dafür, was die Kollegen in deinem Bereich veröffentlichen und verpasse ihren Inhalten einen neuen Dreh. Wichtig dabei ist, das der Content einen Mehrwert für deine Zielgruppe darstellt. Gib dem Post eine persönliche Note und füge deinen persönlichen Standpunkt hinzu – dann ist Content-Curation die ultimative Waffe gegen leere Redaktionspläne!

Jetzt hast du jede Menge Inspiration für neue Content-Ideen und musst nur noch die richtigen Kanäle dafür finden!

7. So findest du die richtigen Kanäle

Die eine Erfolgsformel für den perfekten Kanal gibt es leider nicht. Vielmehr gibt es Plattformen, die sich für dein Online-Business mehr anbieten und solche, die einfach nicht passen. Das hängt unter anderem mit deiner Zielgruppe zusammen. Wendest du dich an ein eher älteres Publikum – z.B. Manager der mittleren Ebene –, dann ist Snapchat wahrscheinlich nicht der richtige Kanal für dich. das hat den einfachen Grund, dass diese Menschen weniger auf der Plattform mit dem Geist im Logo unterwegs sind. Hier bietet sich z.B. LinkedIn, Xing, oder Twitter mehr an.

Teste verschiedene Kanäle und wähle anschließend die besten für dich aus

Teste am besten einfach mal aus, welche Plattformen für dich am besten funktionieren. Später kannst du dich immer noch auf eine Auswahl konzentrieren. Tools wie Buffer und Hootsuite helfen dir dabei, deine Inhalte auf den verschiedenen Kanälen zu teilen und zu planen.

8. Messe die Wirkung

Du hast die ersten Inhalte oder Produkte erstellt – super, dann stell sie online!

Anschließend kannst du dann auswerten, wie die Posts und anderer Content angekommen sind. Dafür brauchst du nicht immer die teuersten Tools, sondern kannst zunächst einfach die Reaktionen auf deinen Content beobachten: Wie viele Likes & Shares gibt es, wann und wie oft wurden deine Inhalte gesehen und kommentiert, hast du damit neue Leads generiert?

Wenn dein Content oder dein Produkt gut ankommt, dann kannst du diesen entweder weiter testen und verfeinern oder gleich einen größeren Blog-Artikel, ein Whitepaper etc. daraus erstellen.

9. Hol Feedback ein

Feedback spielt eine sehr wichtige Rolle beim Lean Content-Marketing. Vor allem, wenn du nur über ein kleines Budget verfügst und deine Content-Konzepte nicht im Vorfeld ausführlich testen kannst. Der dritte Teil der Lean-Methode – Learn – wäre ohne Feedback nur sehr eingeschränkt möglich. Mit der richtigen Feedback-Kultur und aktivem Nachfragen erhältst du oft die wertvollsten Insights über deinen Content und wie er bei deiner Zielgruppe ankommt.

Daher solltest du immer aktiv um Feedback bitten. Frag deine Kollegen und Klienten, wie sie mit dein Angebot und deinen Service einschätzen, wo sie Verbesserungs-Potentiale sehen und was sie richtig gut finden.

So erhältst du extrem wertvolle Infos, die du in neuen Content und natürlich auch in deine Content-Marketing-Strategie einfließen lassen kannst.

10. Content optimieren

Auf der Basis der Ergebnisse deiner Auswertung und des Feedbacks kannst du deine Inhalte immer wieder auf Neue verbessern und anpassen. Wenn mal ein Thema oder Content-Format gar nicht gut angekommen ist, dann besinne dich wieder auf die Bedürfnisse deiner Zielgruppe und teste etwas anderes aus.

Tipp: Achte bei bei allem Content, den du online stellst immer darauf, deine eigene Note einzubringen und deine Begeisterung für das, was du tust zum Ausdruck zu bringen. So springt der Funke schneller auf deine Leser über und dein Content bleibt länger im Gedächtnis.

YES!

Jetzt haben wir zusammen den Kreislauf „Build – Measure – Learn“ durchgearbeitet und das Mindset erfolgreicher Link Content-Marketer durchleuchtet. Wenn du noch tiefer ins Thema einsteigen möchtest, dann empfehle ich dir das Buch „Lean Content-Marketing“ von Sascha Tobias von Hirschfeld und Tanja Mosche. Die beiden haben einen wertvollen Leitfaden erarbeitet, wie Content-Marketing auch mit kleinem Budget und wenig Zeit funktioniert.

Jetzt liegt es an dir, mit diesen Tipps dein eigenes Content-Marketing lean und erfolgreich zu machen!

Erzähl mir von deinen Erfahrungen und deiner Umsetzung – ich freu mich von dir zu hören!

 

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Uli

Hi! Freut mich, dass du da bist! Ich bringe Klarheit in deine Content-Marketing-Strategie und helfe dir, deine Business-Ziele mit den richtigen Inhalten schneller zu erreichen. Du wirst sehen, das ist absolut keine Rocket Science und kann richtig Spaß machen. Let´s rock!

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