LinkedIn Learning: Was kann die Lernplattform wirklich?

 

Artikelbild LinkedIn Learning

 

LinkedIn ist nicht nur das größte berufliche Netzwerk der Welt und bietet tolle Möglichkeiten fürs eigene Marketing – mit LinkedIn Learning stellt es auch eine große Plattform für digitales Lernen zur Verfügung. 

 

In diesem Artikel möchte ich dir die Lernplattform gern vorstellen und zeigen, wie du sie nutzen und davon profitieren kannst. 

 

Übrigens, du kannst dir die wichtigsten Inhalte auch ganz bequem im Video anschauen:

Hier kannst du meinen YouTube-Kanal abonnieren, damit du keine neuen Videos verpasst (Klick)!

 

Was ist LinkedIn Learning?

Kurz auf den Punkt gebracht: LinkedIn Learning ist eine digitale Lernplattform, über die du Online-Kurse in Form von Videos und Begleitmaterialien belegen kannst. 

 

Damit ist LinkedIn Learning ein MOOC-Anbieter (MOOC steht für Massive Open Online Courses). Dieses Format wird hauptsächlich in der Hochschul- und Erwachsenenbildung eingesetzt, weshalb einige Universitäten ihren Studenten und Mitarbeitern kostenlosen Zugang zu den Kursen gewähren. Da die Kurse keine Zulassungsbeschränkungen aufweisen (außer finanziellen und technischen), weisen sie meist recht hohe Teilnehmerzahlen auf.

 

In gewisser Hinsicht ist LinkedIn Learning also Plattformen wie Udemy, teachable, digistore und anderen bekannten Online-Kursanbietern sehr ähnlich. Auch hier wird Wissen digital via Video und Begleitmaterial wie PDFs vermittelt. Zudem bietet die Tochtergesellschaft von LinkedIn Dozenten die Möglichkeit, eine große Zahl an Studenten anzusprechen und für die eigenen Kurse zu gewinnen.

 

Was kann ich auf der Lernplattform lernen?

Die Website bietet Kurse zu verschiedenen Themen an, angefangen von Wirtschaft und Technologie bis hin zu kreativen und künstlerischen Themen. Meiner Einschätzung nach konzentriert sich LinkedIn Learning vor allem auf den Einsteiger-Bereich. Es gibt zwar auch weiterführende Kurse für Profis, diese sind aber in der Minderheit.

 

Neben dem privaten Zugang bietet LinkedIn Learning auch spezielle Programme an, mit denen Unternehmen ihren Mitarbeitern das kostenlose Erlernen neuer Fähigkeiten ermöglichen. Beim Arbeitgeber anzufragen, lohnt sich bestimmt!

 

Hier siehst du einen Überblick über die beliebtesten Kurse, die LinkedIn Learning anbietet:

 

LinkedIn Learning beliebte Kurse

 

Im Allgemeinen sind dort also Kurse zu Softwareentwicklung, Führung und Management, Karriere, Unternehmenssoftware und Datenwissenschaft die beliebtesten. Aber auch Marketing und kreative Bereiche werden nachgefragt. Zu den vorgestellten Tools gehören z.B. Excel, WordPress, Python oder Photoshop.

 

Ein kurzer Abriss zur Geschichte von LinkedIn Learning

Im Jahr 2015 erwarb LinkedIn den MOOC-Anbieter Lynda.com. Zu dieser Zeit war Lynda.com schon relativ etabliert und verfügte über ein großes Portfolio an Kursen und beträchtliche Teilnehmerzahlen.

 

Lynda ist LinkedIn Learning

 

Alle Inhalte, die Lynda besaß (und immer noch besitzt), wurden mit der Übernahme auf LinkedIn Learning übertragen. Auch wenn alle Kurse und Lernpfade weiterhin auf Lynda.com verfügbar sind, rät die Website selbst dazu, LinkedIn Learning zu besuchen.

 

Heute bietet LinkedIn Learning über 15.000 Kurse in 7 Sprachen an. Wöchentlich werden ca. 60 neue Kurse veröffentlicht. Am Ende des Kurses bekommen Lernende ein Zertifikat, das die Teilnahme bestätigt.

 

Wie kann ich auf LinkedIn Learning zugreifen?

Prinzipiell kann sowohl über Desktop- als auch über Mobilgeräte zugegriffen werden. So kann man bequem mit Handy oder Tablet lernen, auch wenn man unterwegs ist.

 

Für einige Kurse (vor allem, wenn Bildschirmaufnahmen von Tools oder Software gezeigt wird), kann ich jedoch die Nutzung am Desktop empfehlen. Hier ist die größere Darstellung einfach besser geeignet, um dem Dozent, der Dozentin besser folgen zu können.

 

Was kostet der Kursanbieter?

LinkedIn Learning kostet 24,49 Dollar pro Monat. Es handelt sich dabei um ein Abo-Modell, das jeden Monat gekündigt werden kann. Bei der jährlichen Zahlung lässt sich 33% sparen, wie du im Screenshot sehen kannst:

 

Preismodell LinkedIn Learning

 

LinkedIn Learning bietet einen Probemonat an, in dem es völlig kostenlos ausprobiert werden kann. Wie du diesen in Anspruch nimmst, schauen wir uns gleich an.

 

Wie kann ich von der Lernplattform profitieren?

Die Lernplattform kann sich auf verschiedenen Ebenen auszahlen. Durch die Online-Kurse kannst du nicht nur in dein eigenes Wissen investieren, sondern auch im Beruf punkten. Proaktiv erlerntes und vor allem relevantes Wissen auf dem aktuellen Stand kann bei der nächsten Gehaltsverhandlung ein wichtiges Argument sein.

 

Auch für den Einstieg ins Berufsleben können sich selbst angeeignete Kenntnisse bezahlt machen. Mein Tipp: Um dein LinkedIn-Profil zu optimieren, kannst du relevante Online-Kurse auch dort angeben – das kann deine Chancen erhöhen, von Personalern angesprochen zu werden.

 

So fügst du deinem LinkedIn-Profil abgeschlossene Kurse hinzu:

  1. Melde dich in deinem Lernkonto an.
  2. Klicke auf dein Profilbild in der oberen rechten Ecke.
  3. Klicke auf Lernverlauf.
  4. Suche den Kurs, den du zu deinem Profil hinzufügen möchtest und klicke auf “Zum Profil hinzufügen”.
  5. Der Kurs erscheint nun in deinem LinkedIn-Profil unter Zertifizierungen.

 

Auch als Dozent kann sich LinkedIn Learning für dich lohnen. Über diesen Link kannst du dich als Dozent bei LinkedIn bewerben. Sobald ich das ausprobiert habe, gibt es auch dazu einen Artikel.

 

Schauen wir uns jetzt zusammen an, wie LinkedIn Learning funktioniert und wie das Ganze aussieht, wenn du dich eingeloggt hast.

 

Wie funktioniert LinkedIn Learning?

 

So startest du den Gratismonat

Wenn du deinen Gratismonat starten möchtest, dann klicke einfach auf deiner Profilseite oben rechts auf das kleine Dreieck neben “Mehr” und dann auf “Learning”.

 

Zugriff LinkedIn Learning

 

Auf der folgenden Seite klickst du dann einfach oben rechts auf “Gratismonat starten”:

 

Gratismonat starten

 

Jetzt kannst du auf “Kostenlos testen klicken” und kannst dann auf der folgenden Seite den Gratismonat starten.

 

Bitte beachte, dass du selbst innerhalb eines Monats kündigen musst, wenn du aus dem kostenlosen Monat keinen weiteren Monat machen möchtest, der dann bezahlpflichtig ist.

 

Als Nächstes wird dich Linkedin Learning dann fragen, für welche Gebiete du dich am meisten interessierst. Das macht Sinn, denn darauf aufbauend zeigt die Lernplattform dir dann passende Kurse aus.

 

Zum Abschluss kannst du dann noch ein zeitliches Wochenziel eingeben und schon kann es mit den ersten Kursen losgehen!

 

Wochenziel LinkedIn Learning

 

So navigierst du innerhalb der Lernplattform

Auf  der Startseite erwartet dich  ein relativ aufgeräumter Auftritt. Ganz oben siehst du erstmal in einem Slider verschiedene ausgewählte Kurse, die natürlich zu deinen präferierten Themengebieten passen. Direkt darunter wird dir angezeigt, wieviel Zeit du im aktuellen Monat schon in Kurse investiert hast und wann du dein “Lernziel” erreicht hast.

 

Direkt rechts daneben zeigt dir LinkedIn deine gespeicherten sowie angefangenen Kurse an:

 

Startseite LinkedIn Learning

 

Auch darunter geht  es schön klar strukturiert im gleichen Stil weiter: Zunächst präsentiert dir LinkedIn Learning eine Auswahl an beliebten Kursen, um dann – wenn du weiter runter scrollst – spezifischer zu werden und dir Angebote aus deinen ausgewählten Themen anbietet. Ganz unten findest du die jeweils neuesten Kurse.

 

Gehen wir jetzt einen Schritt tiefer und schauen uns das Kernstück der eLearning Plattform an, nämlich die Kurse an sich.

 

Die Lerninhalte an sich – aufgeräumt und intuitiv 

Auch was die Videos an sich angeht, bleibt die Plattform ihrem klaren und schnörkellosen Auftritt treu, wie du am Screenshot eines der Kurse siehst:

 

Video Kurs LinkedIn Learning

 

Schauen wir uns die wichtigsten Funktionalitäten im Überblick an

Mit einem Klick auf “Inhalt” links oben kann man schnell auf die gewünschten Lektionen zugreifen und von Thema zu Thema springen. 

 

Die Funktionsweise des Players an sich ist im Grunde selbsterklärend. Gut hier: Man kann (wie bei z.B. YouTube) die Wiedergabegeschwindigkeit erhöhen. Das nutze ich sehr oft, denn so kann ich in kurzer Zeit viel Input bekommen.

 

Transparenz und Kommunikation wird hier großgeschrieben

Unter dem Video findest du weitere Infos zum Kurs und zur Dozentin. Toll finde ich hier, dass man direkt auf ihr LinkedIn Profil zugreifen und sich vernetzen kann. Gut gelöst ist auch die Q&A Funktion, über der Kursteilnehmer unter dem Video fragen stellen können. Andere Zuschauer können sich ebenfalls einschalten – die so zustande gekommene Kommunikation ist sicher hilfreich für den individuellen  Lernerfolg.

 

Mit einem Klick auf Notizen kannst du zu jedem Video Mitschriften oder Ähnliches festhalten. Auch das macht Sinn, finde ich. Direkt darunter kannst du auf die Begleitmaterialien sowie auf das Transkript zugreifen und dich in Lerngruppen engagieren. Letzteres scheint mir eine hilfreiche Erweiterung zu sein, sich mit anderen zum Thema in LinkedIn-Gruppen austauschen zu können.

 

Ganz YouTube-like findest du rechts daneben ähnliche Kurse, die dir vorgeschlagen  werden. Klar, die Lernplattform möchte Nutzer auf der Plattform halten…

 

Unter den Details zum Kurs findest du neben den im Kurs abgedeckten Kenntnissen (eingetragen in deinem LinkedIn Profil andere TeilnehmerInnen des Kurses aus deinem Netzwerk. Das ist wohl eher Selbstmarketing und soll dem “Social Proof” dienen…

 

Teilnehmer Kurse LinkedIn Learning

 

Schade ist hier, dass es “nur” Likes zu sehen gibt. Teilnehmer, denen der Kurs nicht gefallen hat, kommen nicht zu Wort. Das macht es schwerer, die wirklich guten Kurse von den weniger guten zu unterscheiden. Wobei Qualität natürlich immer im Auge des Betrachters liegt…

 

Die Qualität der Videos

Was ich bisher gesehen habe, entspricht hohen qualitativen Standards. Die Sound-Qualität ist meist sehr gut und auch visuell können die Kurse punkten. Oft sieht man den Dozent, die Dozentin im Portrait – hier merkt man, dass in Sachen Equipment, das die Dozenten einsetzen, nicht gespart wurde.

 

Sehr praktisch: Mit einem Klick auf “Lernpfade” (im Menü der Hauptseite links) kannst du dir Sammlungen zu einem bestimmten Thema anschauen. Das funktioniert im Grunde wie Playlists bei YouTube. Hier werden verschiedene Kurse unterschiedlicher Dozenten aufgelistet, die du nacheinander durchgehen kannst.

 

Super, jetzt weißt du, was LinkedIn Learning ist, wie es funktioniert und welche Vorteile es mit sich bringen kann. Weiten wir jetzt ein wenig unseren Blick und vergleichen die Lernplattform mit dem blauen Logo mit dem “Platzhirsch” udemy!

 

Wie kündige ich LinkedIn Learning?

Klicke auf der Learning-Startseite oben rechts auf dein Profil-Foto und im sich öffnenden Menü dann auf “Einstellungen”:

 

 

LinkedIn Learning kündigen 1Jetzt auf der Ebene “Kontotyp: Learning Premium” bitte auf  “Verwalten” rechts klicken:

 

LinkedIn Learning kündigen 2

 

Als Nächstes das kleine Dreieck bei “Premium Konto verwalten” anklicken und im sich öffnenden Untermenü auf “Mitgliedschaft kündigen” klicken:

 

 

LinkedIn Learning kündigen 3

Auf der nächsten Seite dann ein Klick auf “Kündigen und Gutschriften verlieren” (rechts) sowie auf  “Kündigung bestätigen” im nächsten Fenster. Damit ist deine kostenpflichtige Mitgliedschaft bei LinkedIn Learning zum nächstmöglichen Zeitpunkt gekündigt.

 

LinkedIn Learning oder udemy?

Fangen wir bei der Auswahl der Kurse an. Hier hat udemy klar die Nase vorn. Udemy bietet aktuell eine viel größere Menge an Kursen. Dort findest du zu fast jedem Thema etwas. Bei LinkedIn Learning dominieren eher die Kurse auf den angesprochenen Gebieten. Wenn du also Kurse zu einem ganz bestimmten Thema belegen möchtest, ist Udemy möglicherweise die bessere Wahl.

 

In Sachen Qualität sieht es ein wenig anders aus. Hier hat im Durchschnitt LinkedIn Learning die Nase vorn, finde ich. Zwar finden sich auch hier Kurse, die nicht sehr ansprechend sind – aber eben auch sehr viele, die inhaltlich und visuell auf dem neuesten Stand sind. Diese Qualität findet sich auch bei udemy. Dort gibt es sehr viele exzellente Kurse. Aber eben auch einige – sagen wir mal, weniger gute.

 

Mir persönlich gefällt das Preismodell bei udemy etwas besser. Hier kann ich im Sale sehr günstig gute Kurse bekommen. Und zwar genau dann, wenn ich auch Zeit zum Lernen habe. Durch das Abo-Modell von LinkedIn Learning habe ich zwar immer Zugriff auf eine Menge Kurse – ob ich das dann aber  auch ausnutze, steht auch einem anderen Blatt…

 

Daher nutze ich udemy selbst sehr oft zum Lernen und bin dort auch mit eigenen Kursen vertreten. LinkedIn Learning sehe ich aber als zukunftsträchtige Alternative an, die sich definitiv lohnen kann.

 

Fazit – lohnt sich die digitale Lernplattform?

Wer Neues lernen will, der ist bei LinkedIn Learning auf jeden Fall gut aufgehoben. Die Kurse, die ich gesehen habe, sind (fast) alle von recht guter Qualität. Sowohl inhaltlich, als auch fachlich.

 

Die Bedienung ist intuitiv und mit den “Lernpfaden” findet man schnell Orientierung. Und eben das, was man sucht. Das ist toll gelöst und findet sich so nicht auf jeder anderen Lernplattform.

 

Sucht man jedoch etwas nischiger und fachspezifischer, dann stößt die Auswahl von  LinkedIn Learning schnell an seine Grenzen. Hier hat z.B. udemy deutlich die Nase vorn. Auch das Abo-Modell ist nicht für jeden geeignet. Der Preis ist zwar sehr fair, dennoch muss man auch die Zeit finden, das gute Angebot voll auszunutzen…

 

Ich hoffe, ich konnte dir einen guten Einblick in die Lernplattform bieten!

 

Wenn du Fragen hast oder eigene Erfahrungen teilen möchtest, dann freue ich mich über deinen Kommentar.

 

Liebe Grüße

Uli

 

Uli

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